6. Umweltbeauftragten-Kongress

Fachveranstaltung für Umweltbeauftragte

Auszug aus der Agenda - Umweltbeauftragtenkongress 2018

„Modernes Abfallmanagement“

Referent:
Horst Herzog, Leiter Abfall- und Altlastenmanagement bei Infraserv Höchst

Maßnahmen zur Prozessoptimierung und wachsende Behördenanforderungen werfen immer wieder Fragen zu abfallrechtlichen und abfalltechnischen Themen auf. Unsicherheit herrscht oft vor allem bezüglich des Preises und/oder der dauerhaften Entsorgungssicherheit für bestehende Entsorgungswege. Auch bei der Erarbeitung neuer Genehmigungsszenarien, dem grenzüberschreitenden Abfallexport oder bei spezifischen Abfallproblemen benötigen Unternehmen häufig Expertenrat.

„Auswirkungen des neuen Störfallrechts“

Referent:
Prof. Dr. Christian Jochum

Seveso III sollte neben der Umsetzung des CLP-Systems (Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen) im Anhang 1 nur Angleichungen an bereits existierende EU-Regeln und Klarstellungen bringen. Aus der Sicht vieler Anwender sind das Ergebnis und die Umsetzung in deutsches Recht leider nicht so trivial. Die derzeit in Arbeit befindliche technische Anleitung (TA) Abstand wird für erhebliche Unruhe sorgen, da teilweise erhebliche Restriktionen zu erwarten sind. Die praxiserprobten vereinfachte Genehmigungsverfahren werden für Betriebsbereiche nach StörfallV erheblich erschwert. Auch der Punkt das nunmehr Lagerbrände berücksichtigt werden müssen ist mit Mehraufwand wie fachlichen Fragen verbunden. Der Beitrag bringt Sie zu diesen zentralen Fragen wie auch weiteren Auswirkungen des neuen Störfallrechtes auf den neuesten Stand.

„Ein Jahr Gewerbeabfallverordnung-eine kritische Betrachtung aus der Sicht der Abfallerzeuger“

Referent:
Regierungsoberrat (ROR) Reinhold Petri, Regierungspräsidium(RP)-Darmstadt

„Die GewAbfV ist eine Verordnung, die unter bürokratischen „Laborbedingungen“ entstanden ist und den Entsorgungsalltag kaum ausreichend berücksichtigt“. Der rigide Vorrang der stofflichen vor der energetischen Verwertung und die damit verbundenen Darlegungs- und Beweispflichten stoßen bei vielen Erzeugern auf großes Unverständnis. Dabei ist unbestritten, dass ein erfolgreicher Vollzug der Gewerbeabfallverordnung von einem erkennbaren „Kontrolldruck“ durch die Abfallbehörde abhängig ist. Nach dem hessischen Statistischen Landesamt gibt es in Hessen ca. 284.000 Gewerbebetriebe und ca. 35.000 Baustellen, die der Gewerbeabfallverordnung unterworfen sind, d.h. eine hohe Überwachungsdichte ist schon aufgrund der Anzahl nicht zu leisten. Insgesamt stellt sich die Frage ob das Gewollte mit dieser Version der Gewerbeabfallverordnung (18.April 2017) erreicht werden kann, oder aufgrund vielfältiger Lücken auch diese wie die erste Ausgabe vom 19. Juni 2002) in der Bedeutungslosigkeit versinkt.

„Die praktische Umsetzung der AWSV“

Referent:
Dipl. Ing. Manfred Szczesny, Merck Darmstadt

Die AWSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) ist nunmehr über ein Jahr geltendes Recht. Die ersten Erfahrungen im praktischen Vollzug sind zweigeteilt. Wie bereits zu erwarten war, variieren Umsetzung und Problemstellungen von Bundesland zu Bundesland z.T. erheblich. Die im Juli 2017 aufgrund eines EuGH-Urteils notwendig gewordenen Änderungen des Eignungsfeststellungsverfahrens (§ 63 WHG) ist Teil des Erfahrungsspektrums. Die vorhandenen technischen Regeln (TRwS) orientieren sich weiterhin größtenteils an der Muster-VAWS von 1999. Die erforderliche Überarbeitung der Regelwerke wurde begonnen, d.h. für einige Bereiche liegen Entwürfe vor. Auch die Änderungen der Gefahrstoffverordnung haben Auswirkungen auf die AWSV.

Der Kurzvortrag wird die erkennbaren Veränderungen im Bereich des anlagenbezogenen Gewässerschutzes thematisieren und Problemlösungen anbieten.

„Gefahr erkannt – Gefahr gebannt“

Referentin:
Dr. Gitta Weber, Leiterin Messstelle für Gefahrstoffe bei Infraserv Höchst

Nur gegen Gefährdungen, die bekannt sind, lässt sich etwas tun. Die Gesundheit Ihrer Beschäftigten ist die Grundlage für die Produktivität Ihres Unternehmens, die Qualität der Produkte sowie Ihres Images als Arbeitgeber. Daneben hat der Schutz der Umwelt und der Nachbarschaft höchste Priorität. Dr. Gitta Weber erläutert, wie Gefährdungsbeurteilungen sinnvoll erstellt werden und welche Maßnahmen daraus abgeleitet werden können. Dabei geht es um Aspekte wie Rechtssicherheit, Vermögensschutz, Gesundheitsschutz und Produktivität.

„Aktuelle Rechtsetzungsprojekte des Kreislaufwirtschaftsrechts auf EU- und Bundesebene“

Referent:
Dr. Frank Petersen, Referatsleiter, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und nukleare Sicherheit

"Detaillierte Inhalte zum Vortrag folgen in Kürze“

Inhalte der Präsentationen

nach dem Kongress verfügbar

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